Martina Michels auf dem Wege nach Straßburg | Foto: Peter Cichorius

Deutsche Europaabgeordnete warnen vor „Oettingers Angriff“ aufs Netz

Gegen ein Europäisches Leistungsschutzrecht und für das Recht auf freies Verlinken im Netz

Heute verlinken wir den Spiegel mit besonderem Vergnügen, denn geht es nach dem Digitalkommissar Oettinger, dann ist es mit dieser Praxis des Teilens und Informierens bald vorbei. Mit der Europäisierung des Leistungsschutzrechtes, der sogenannten google-tax, zeigt die Europäische Kommission, dass sie den Anforderungen an ein  modernes Urheberrecht nicht gewachsen ist.

Spiegel Online vom 24.10.2016

Ist das freie Netz in Gefahr? EU-Parlamentarier mehrerer Parteien wollen verhindern, dass ein Leistungsschutzrecht eingeführt wird. Per Video warnen sie vor „Oettingers Angriff auf die Linkfreiheit“.

Eine Gruppe von Europaabgeordneten aus Deutschland setzt sich für die Rechte der Internetnutzer ein, Inhalte zu teilen und zu verlinken. An der parteiübergreifenden Kampagne „Save The Link“ beteiligen sich Julia Reda (Piratenpartei), Martina Michels (Linke), Dietmar Köster (SPD), Helga Trüpel (Grüne) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP).

In einem YouTube-Video werfen die Parlamentarier dem deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger vor, dass seine Pläne für ein europäisches Leistungsrecht das Internet bedrohten. „Die Art, wie du Nachrichten im Internet teilst, wird dadurch kostenpflichtig“, heißt es in dem Video, und: „Ohne freies Verlinken gibt es kein freies Netz.“

Hintergrund:

Zum geplanten Leistungsschutzrecht für Presseverlage haben wir uns mehrmals positioniert. Hier ist die jüngste Pressemeldung und ein Beitrag zu den Vorschlägen der Kommission für eine Revision des Urheberrecht nachlesbar.

Zur Kampagnenseite von SaveTheLink hier.

Kategorien: Medienpolitik und Presseschau.