Martina Michels nahm an den Debatten einer zweitägigen Klausurtagung des neuen Parteivorstandes in Rostock teil, der sich natürlich auch zum Brexit, zur Europapolitik und zur Strategie in den kommenden Wahlkämpfen verständigte. Manches, was auch über die linke Fraktion in Brüssel erläutert wurde, spiegelte sich auch hier wieder: Wie konkret ist unsere EU-Kritik, jenseits ideologischer Verdammung des offensichtlichen Demokratiedefizits? Wo sehen wir eigentlich Ansätze von der Energie bis zur Migration, von der digitalen Produktionsbasis bis zum kulturellen Dialog, denn da werden auch in Zukunft keine politischen Ansätze auf nationalstaatlicher Ebene ausreichen und genügen. Es käme doch in Zukunft genau auf das Zusammenspiel an. Gerade für Deutschland muss es doch auch darum gehen, dass wir nicht weiter ein deutsches Europa bekommen, sondern ein europäisiertes, letztlich solidarisches Deutschland.

Doch die linke Debatte hat hier nach wie vor viele Fehlstellen, die einer baldigen Bearbeitung harren und vor allem konkrete Ergebnisse zeitigen sollten, denn Bürgerinnen und Bürger wollen konkrete Angebote diskutieren und wissen, wohin die Reise mit der Linken gehen würde. Das ist zu den Bundestagswahlen 2017 mindestens schon genauso interessant, wie später zu den Europawahlen 2019.

Foto: Louise Schmidt

Foto unten von Konstanze Kriese:

Strategieberatung des LINKE-PV, klappt beim Fussball schon ganz gut

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